Warum Zahngold keine Punze trägt

Auf einer Krone finden Sie weder Feingehaltszahl noch Punzierung — und das ist richtig so: Dentallegierungen unterliegen keiner Punzierungspflicht. Sie werden für die Funktion im Mund hergestellt, nicht für den Verkauf als Schmuck, und ihre Zusammensetzung richtet sich nach Normen für Medizinprodukte.

Praktisch bedeutet das, dass bei Zahngold der Schritt entfällt, mit dem eine Bewertung sonst beginnt. Es gibt nichts zu lesen, alles muss gemessen werden. Deshalb wird der Messung bei Dentallegierungen mehr Aufmerksamkeit gewidmet als bei gewöhnlichem Schmuck.

Was in einer solchen Krone steckt

Dentallegierungen sind kein reines Gold — im Mund würden sie sich verbiegen. Gold wird mit Metallen kombiniert, die Härte und Korrosionsbeständigkeit geben. Die Feinheit liegt meist zwischen 585 (14 kt) und 750 (18 kt), bei älteren Arbeiten auch höher.

Die Besonderheit von Dentallegierungen ist, dass sie neben Gold häufig Platin und Palladium enthalten, also weitere Edelmetalle mit eigenem Wert. Genau deshalb lässt sich der Preis nicht nach dem Aussehen schätzen — zwei ähnlich aussehende Kronen können sich in der Zusammensetzung deutlich unterscheiden. Es gibt aber auch das Gegenteil: sogenannte „weiße" Kronen bestehen oft aus Chrom-Kobalt-Legierung oder Titan und enthalten überhaupt kein Edelmetall.

Keramik und Zahnreste sind kein Thema

Das ist die häufigste Frage, und die Antwort ist einfach: Lassen Sie alles so, wie es ist. Wir kaufen Kronen und Brücken mit Resten von Keramik, Lot und Zahnsubstanz an. Nichtmetallische Teile gehen nicht ins Gewicht ein und werden bei der Verarbeitung abgetrennt.

Vor allem: Versuchen Sie nicht, die Keramik selbst zu entfernen. Sie mit der Zange abzubrechen bedeutet, den darunter eingebetteten Metallanteil zu verlieren, und Sie können sich verletzen — Keramiksplitter sind scharf. Der Zeit- und Geldgewinn ist null.

Was Sie für Zahngold bekommen

Der Preis richtet sich nach Feinheit, Gewicht und aktuellem Marktkurs. Orientierend bewegt sich Zahngold zwischen 14 und 18 Karat, also rund 1 250–1 990 CZK je Gramm Feingoldanteil. Bei Legierungen mit höherem Platin- oder Palladiumanteil kann das Ergebnis günstiger ausfallen.

Zur Größenordnung: Eine Goldkrone wiegt typischerweise ein bis drei Gramm, eine Brücke über mehrere Zähne entsprechend mehr. Ein über Jahrzehnte in der Familie gesammeltes Tütchen ist also nicht unbedingt vernachlässigbar. Wie aus dem Marktpreis ein Angebot wird, beschreibt der Beitrag Berechnung des Goldankaufspreises.

Wie die Messung abläuft

Die Feinheit bestimmen wir mit einem berührungslosen Tester; bei Mischlegierungen und bei Verdacht auf einen höheren Anteil an Platinmetallen wird gründlicher gemessen, weil ein einfacher Schnelltest die Zusammensetzung unterschätzen kann. Das Gewicht nehmen wir auf geeichter Waage auf hundertstel Gramm genau ab, und zwar vor Ihren Augen. Nichtmetallische Reste werden abgezogen.

Im Übrigen ist der Ablauf derselbe wie beim gewöhnlichen Goldankauf — einschließlich der Möglichkeit, sich den Preis nur nennen zu lassen und wieder zu gehen.

Was Sie mitbringen

Es genügen Kronen, Brücken oder einzelne Bruchstücke so, wie Sie sie haben, und ein Ausweisdokument wegen der Dokumentationspflicht beim Edelmetallankauf. Sie müssen nichts reinigen und nichts sortieren. Die Bewertung ist kostenlos und unverbindlich, die Auszahlung erfolgt sofort.

Sie finden uns in der Kotlářská 28 in Brno-střed.