Vier Dinge, die wie Gold aussehen

Bevor Sie zu testen anfangen, lohnt es sich zu wissen, wonach Sie eigentlich suchen. Stücke, die Menschen mit der Frage „ist das Gold?" mitbringen, fallen fast immer in eine von vier Kategorien — und jede verhält sich anders.

  • Galvanische Vergoldung. Eine wenige Mikrometer dünne Goldschicht auf Messing oder Silber. Am häufigsten und am schnellsten durchgerieben.
  • Doublé (gold filled). Eine dickere, mechanisch aufgewalzte Goldschicht auf einem Kern. Hält Jahrzehnte und ist auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden.
  • Vermeil. Vergoldetes Silber. Die Punze 925 auf einem vergoldeten Stück ist kein Betrug — das Stück ist tatsächlich Silber, es sieht nur golden aus.
  • Tombak und Messing. Kupfer-Zink-Legierungen mit von Natur aus goldenem Ton, ganz ohne Gold.

Woran sich jedes verrät

Vergoldung reibt sich an Kanten und Reibestellen durch — zuerst an der Ringunterseite und am Karabiner. Darunter schimmert rötliches Kupfer oder gräuliches Messing, und der Übergang hat eine scharfe Kante.

Doublé ist tückischer, weil die Schicht hält. Hier hilft die Lupe an Verbindungen und auf der Innenseite — bei aufgewalzten Schichten ist bisweilen eine feine Naht dort erkennbar, wo das Blech gebogen wurde. Die Kennzeichnung weicht von einer Feingehaltszahl ab: Suchen Sie nach Angaben wie „1/20 12K GF" oder „doublé".

Vermeil erkennen Sie an der Punze 925 oder der Angabe „Ag" — und es verhält sich wie Silber, läuft also dort, wo die Vergoldung durchgerieben ist, mit der Zeit schwarz an.

Messing und Tombak tragen gar keine Punze, sind spürbar leichter und beginnen nach einer Weile in der Hand charakteristisch metallisch zu riechen. Gold und Silber riechen nicht.

Wenn der Schmuck die Haut färbt

Ein grüner Streifen am Finger ist wohl der häufigste Anlass, an einem Stück zu zweifeln. Für sich genommen bedeutet er aber nicht, dass das Stück kein Gold ist. Die grüne Spur entsteht durch die Reaktion von Kupfer mit Schweiß und Kosmetika, und Kupfer ist auch in ehrlichem 585er Gold eine übliche Legierungskomponente — nur in geringerem Anteil. Die Verfärbung deutet daher eher auf niedrigere Feinheit oder durchgeriebene Vergoldung hin als auf eine Fälschung.

Eine schwarze Spur ist eine andere Geschichte: Sie weist auf Silber hin, das oxidiert. Bei einem Stück, das Sie für golden hielten, handelt es sich dann typischerweise um Vermeil.

Der Farbton verrät die Feinheit, nicht die Echtheit

Je höher die Feinheit, desto satter und wärmer das Gelb. Neunkarätiges Gold (375) wirkt blass bis gelblich, vierzehnkarätiges (585) hat den klassischen Goldton, den die meisten vor Augen haben, und achtzehnkarätiges (750) ist deutlich satter, fast orangestichig. Reines 999er Gold zeigt ein tiefes, weiches Gelb und ist so weich, dass man es mit dem Fingernagel eindrücken kann — deshalb wird daraus praktisch kein Schmuck gefertigt.

Dieser Vergleich funktioniert allerdings nur, wenn die Stücke nebeneinander liegen. Ein einzelner Ring auf der Handfläche verrät die Feinheit nicht, und den Unterschied zwischen 585 und 750 unterscheidet mit bloßem Auge auch ein erfahrener Goldschmied nicht zuverlässig.

Warum Sie zu Hause keine konkrete Feinheit bestimmen

Alle häuslichen Verfahren haben dieselbe Obergrenze: Sie können „Metall, das sich wie Gold verhält" von „Metall, das das nicht tut" trennen. Sie können aber nicht sagen, ob die Legierung 585 oder 750 ist — und gerade dieser Unterschied macht bei einem Zehn-Gramm-Stück mehrere Tausend Kronen aus. Feinheit ist eine Eigenschaft, die man messen muss, nicht schätzen.

Das Gerät im Geschäft wertet die Zusammensetzung in wenigen Sekunden aus, ohne einen einzigen Kratzer. Wie Sie ein Stück zu Hause sinnvoll in Augenschein nehmen, bevor Sie es irgendwohin tragen, steht im Beitrag Gold zu Hause auf Echtheit prüfen.

Wie es weitergeht

Wenn die häusliche Prüfung ergeben hat, dass das Stück wohl aus Gold ist, folgt meist die Frage „und wie viel bekomme ich dafür". Die Antwort hängt von Feinheit und Gewicht ab — wie genau, zeigt der Beitrag Goldankauf Brünn: Preis pro Gramm.

Die Feinheit messen wir in der Kotlářská 28 in Brno-střed kostenlos, auch wenn Sie am Ende nichts verkaufen. Eine Übersicht der tschechischen Marken finden Sie auf der Seite tschechische Punzzeichen.